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Das Passivhaus- Die Zukunft des energiesparenden BauensI
 
 
 
     
 
 

Das Niedrigenergiehaus ist Stand der heutigen Bautechnik. Es vereinigt und optimiert so wichtige Kriterien wie Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz, Erhaltung der Bausubstanz und Wohnkomfort. Das energiesparende Bauen hat aber mit dem Niedrigenergie-
haus jedoch noch nicht das Ende der Entwicklung erreicht.

Mit dem Bau von Passivhäusern existiert ein zukunftsweisendes Konzept. Beim Passivhaus wird der Energieverbrauch nochmals deutlich reduziert. Das Minimieren der Verluste durch Wärme-
leitung (Transmissionsverluste) und Lüftungswärmeverluste hat dabei oberste Priorität. Das Passivhaus benötigt so gut wie keine Heizwärme mehr, es heizt sich weitgehend passiv und nutzt die angebotenen solaren und internen (Bewohner und Geräte)
Wärmequellen. Dies wird funktioniert durch die Installation einer Lüftungsanlage mit Rückgewinnung der in der Luft enthaltenen Energie unterstützt (Wärmerückgewinnung). Auf ein konventionelles Heizsystem kann also verzichtet werden.


Über die Reduzierung des Heizwärmebedarfs hinaus wird angestrebt, auch die übrigen Energieverbräuche im Haus gering zu halten. Bei Passivhäusern wird für den gesamten Energie-
verbrauch (einschl. Haushaltsstrom und Warmwasserbereitung) ein Wert von unter 40 kWh je m² Wohnfläche angestrebt.

So genannte Nullenergiehäuser, energieautarke Solarhäuser oder Plusenergiehäuser haben angesichts der hohen Mehrkosten eher Demonstrations- oder Forschungscharakter.

Die Bausteine des Passivhauskonzepts sind:

  1. Eine sehr kompakte Form des beheizten Gebäudevolumens.
  2. Eine noch über den Niedrigenergie-Standard hinausgehende Dämmung der Außenwände, des Daches und des Erdgeschoßfußbodens mit U-Werten um 0,1 W/(m²K) und eine sehr gute Verglasung mit einem U-Wert unter 0,9 W/(m²K) (z.B. Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung mit Kryptonfüllung und gedämmten Rahmen).
  3. Minimierung aller Wärmebrücken, auch bei den Fensterrahmen.
  4. Sehr gute Wind- und Luftdichtigkeit.
  5. Konsequente passive Solarnutzung (ca. 60% des Restwärmebedarfs) durch verschattungsfreie Südorientierung der Hauptbelichtungsflächen.
  6. Ein hocheffizientes System zur kontrollierten Lüftung (Wärmerückgewinnung, Rückwärmzahl über 80%).
  7. Energie- und kosteneffiziente Deckung des verbleibenden Restheizenergiebedarfs. Warmwasserbereitung z. B. mit einer Solarkollektoranlage.
  8. Die Ausstattung mit sehr sparsamen Haushaltsgroßgeräten und Stromsparlampen.
  9. Die Nutzung von Wasserspartechniken.

Quelle: http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/UNIQ112229725410106/link2962A.html